Pankow

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Zielgebiet nördliches Berlin

Seit 1.1.2000: Bezirk Pankow

Bürgerpark © BTM/Koch
Brunnen im Bürgerpark © BTM/Koch
Schloss Niederschönhausen © BTM/Koch
Rathaus Pankow © BTM/Koch

Pankow

Von Pankow aus erreicht man das Stadtzentrum (Richtung Prenzlauer Berg / Mitte) über die S-Bahn (Ringbahn S41/42, S8), die Tram und über die U-Bahn (U2).

Weitere Infos: TIC Berlin Prenzlauer Berg


Als Berlin gegen Ende des 19. Jahrhunderts zur Metropole heranwuchs, siedelten sich wohlhabende Bürger rund um das Dörfchen Pankow und das Schloss Niederschönhausen mit seinem geräumigen Landschaftspark an. Die großbürgerliche Prägung und die gründerzeitliche Lebenskultur haben sich bis heute in der gediegenen Umgebung des Amalienparks erhalten. Seit den 50er Jahren ist der Name von Ostberlins Villenviertel eng verknüpft mit DDR-Spitzenpolitikern wie Otto Grotewohl und Walter Ulbricht, die hier Tür an Tür mit prominenten Künstlern, Schriftstellern und Wissenschaftlern lebten: Carl von Ossietzky, Hanns Eisler, Arnold Zweig, Stephan Hermlin und Christa Wolf hatten bzw. haben hier ihren Wohnsitz. Manch einer wird sich noch an Udo Lindenbergs ironisches Lied "Sonderzug nach Pankow" erinnern.

Schloss Schönhausen, wo sich Königin Christine (die Frau Friedrichs des Großen) buchstäblich zu Tode gelangweilt hat und wo die Nazis "entartete Kunst" deponierten, stieg zum Amtssitz von DDR-Präsident Wilhelm Pieck und zum Staatsgästehaus auf, in dem u.a. Fidel Castro und Michail Gorbatschow nächtigten. Auch das Ende der DDR wurde hier mit dem "Runden Tisch" und den Verhandlungen zum Einigungsvertrag initiiert. Die Erich-Weinert-Siedlung wird seit hundert Jahren von Künstlern als Lebens- und Arbeitsraum genutzt.